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AIDA Ausflug DOV05: Mit der historischen Dampflok durch den “Garten Englands”

Mit dem Doppeldecker-Bus vom Cruise Terminal Dover durch die Grafschaft Kent nach Tenterden

AIDA Ausflug DOV05: Afternoon Tea in historischem DampfzugDer AIDA-Scout im Theatrium beneidete uns und “wäre gern mitgekommen, aber die Dampflok ist leider voll”, so dass die Gruppe nur von Bord der AIDAstella nach unten begleitet und dann am Doppeldecker-Bus an die örtliche Reiseleitung übergeben wurde. Gegen 13:30 Uhr ging es dann etwa ein Stunde durch die Landschaft der Grafschaft Kent nach Tenterden zur Station der Kent & East Sussex Railway. Leider hatte der Busfahrer vergessen, die Lüftung des Buses richtig zu justieren, so dass die Fahrt über die Autobahnen A20/M20 bald hinter beschlagenen Scheiben stattfand.

Nicht nur für Eisenbahn- und Dampflokfans: Mit der Dampfeisenbahn durchs Rother Valley nach Bodiam

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Nach der Panorama-Busfahrt durch die Grafschaft Kent zum Afternoon-Tea an Bord der Dampfeisenbahn

Das erwähnte Problem mit der fehlenden Lüftung bzw. Entfeuchtung fiel dem Busfahrer dann irgendwann auf, wobei es wohl oben im Bus einige Passagiere gab, denen es dadurch angeblich “zu kalt” wurde, während die Gäste in der unteren Etage schon “im eigenen Saft schmorten” – einen Mittelweg gab es nicht, da keiner auf die Idee kam, den einmal “eroberten” Sitzplatz im Bus etwa zu tauschen, um in die für ihn angenehmere “Klimazone” zu wechseln. Wir saßen oben in der ersten Reihe und die beschlagene Frontscheibe ermöglichte dann kurz vor Verlassen der Autobahn auch wieder den “Durchblick” nach vorn, so dass wir auf dem Rest der Landschaftsfahrt von Ashford nach Tenterden einen Eindruck von der dörflichen Idylle gewinnen konnten. Da die Busfahrt über die Autobahn recht flott gegangen war, erreichte der Doppeldecker bereits ca. 14:15 Uhr die Bahnstation “Tenterden Town” wo dann um 15:30 Uhr die Zugfahrt an Bord eines historischen Dampfzuges starten sollte, so dass noch ein bißchen Zeit für eigene Erkundungen blieb (siehe unten). Gegen 15:10 Uhr kehrte dann auch der Dampfzug in den Bahnhof zurück und bevor unsere Gruppe einsteigen konnte, mussten erstmal die bisherigen Passagiere den Zug verlassen und der Service für Nachschub sorgen. Es sollte nämlich nicht nur eine Landschaftsfahrt durch das Rother Valley werden, sondern dazu auch ganz traditionell ein typisch englischer “Afternoon-Tea” gereicht werden – oder wahlweise auch Kaffee, wer diesen bevorzugte. Kurz nach der Ausfahrt des Zuges wurde dann auch direkt begonnen, aufzutafeln. Die Tische waren schon mit Tassen, Tellern, einem Milchkännchen und Butterportionen sowie kleinen Gläschen mit Erdbeermarmelade (Strawberry) eingedeckt. Zuerst wurden dann noch Portionen von “cornish clotted cream” verteilt, das ist ein Streichrahm, der nach traditionellem Rezept in Cornwall hergestellt wird und zum “Cream Tea” gehört. Anders als es diese Bezeichnung vermuten lässt, ist die “Cream” jedoch nicht für den “Tea” gedacht, sondern “Cream Tea” meint letztlich, dass zum Tee auch ein Imbiß eingenommen wird, bei welchem Sahne (Cream) eine Rolle spielt. Nach der “clotted cream” wurden dann je zwei “Scones”, süße Rosinenbrötchen, auf den Tellern angerichtet. Je nach Region werden dann die Scones halbiert und entweder zuerst mit dem Streichrahm und danach mit Erdbeerkonfitüre bestrichen (Devonshire Art) oder erst kommt die Konfitüre und dann obenauf der Streichrahm (Region Cornwall). In der Grafschaft Kent werden die Kalorien offensichtlich auf die Spitze getrieben und zu allererst kommt Butter auf die Scones, dann die Konfitüre und schließlich noch der Streichrahm, der mindestens 55% Fettanteil hat. Mir wurde dann neben meinen zwei Brötchen noch eine weitere Hälfte “aufgenötigt” und der Kellner kam zudem noch mit einem Tablett voll weiterer Süßigkeiten herum: Die Belastungsgrenze war ob meines vorausgegangen Mahles von “Fish&Chips” bald erreicht, aber beim Nachschenken entschied ich mich dann gegen Tee und probierte auch noch den guten Kaffee. In der AIDA-Ausflugsbroschüre wurden “1 h 15 gemütliche Fahrt” ausgelobt, wobei ich leider nicht auf die Uhr schaute. Als ich mir gerade die nachgereichte Süßigkeit und den letzten Schluck Kaffee reingedreht hatte, hieß es auch schon aussteigen, da wir unser Fahrziel Bodiam erreicht hatten. Auf der Tafel im Bahnhof werden für Hin- und Rückfahrt 1 Stunde und 50 Minuten angegeben, d.h. es werden wohl eher 45 bis 55 Minuten gewesen sein. Kann aber auch an der kurzweiligen Unterhaltung mit den anderen Passagieren am Tisch gelegen haben, dass die Fahrt viel zu schnell vorbei war. Dann ging es wieder in den Doppeldecker-Bus, der schon in Bodiam auf uns wartete und dann zur AIDAstella zurückfuhr. Gefühlt dauerte die Bahnfahrt ja eher kürzer als zu lang, dennoch hatten wir ca. 45 Minuten Verspätung.

AIDA Ausflug DOV05: Historische Dampflok im Bahnhof Tenterden

Fish&Chips: Das inoffizielle Nationalgericht Großbritanniens darf bei keinem Besuch der Insel fehlen

Die Reiseleiterin gab der Gruppe bis 15:10 Uhr Zeit, um das Städtchen Tenterden auf eigene Faust zu erkunden und hatte schon zuvor im Bus erwähnt, dass eines der bekannten Vorurteile über Engländer die Vorliebe für “Fish & Chips” sei. Das inoffizielle Nationalgericht wird zwar immer noch gern gegessen, im Gegensatz zu früher aber aus hygienischen Gründen nicht mehr in alten Zeitungen serviert. Was lag also näher, als dieses ominöse Gericht einmal selbst zu verkosten?! An der Straße zur Eisenbahnstation (Station Rd.) gab es denn auch eine passende “Tenterden Fish Bar and Restaurant” mit Sitzgelegenheiten, aber auch einem normalen Verkaufstresen für “Fish & Chips to go”. Da ich für den kurzen Trip nach Großbritannien nur 3 x 5 englische Pfund (£) umgetauscht hatte, entschied ich mich zum Probieren für einen kleinen Kabeljau (Cod SMALL) für £ 3.30 und eine mittlere Portion “Pommes” (Chips MEDIUM) zum Preis von £ 1.40, in Summe also £ 4.70, das sind knapp 6 €. Übrigens darf man sich nicht vom Terminus “Chips” irritieren lassen: In Großbritannien und Irland werden Kartoffelchips “Crisps” genannt und die französischen frittierten Kartoffelstangen sind “Chips”. In den USA wiederum wären das “French Fries” und Kartoffelchips sind wirklich “Chips”. Knusprig ist auch anders, die Engländer mögen’s offensichtlich eher “labbrig”. Mag aber auch teilweise daran liegen, dass typischer Weise zu den “Chips” auch “Salt & Vinegar” gehören, also Salz und Malzessig, der über die Pommes gekippt wird. Interessanter Weise hat dieser Essig eher eine leicht süßliche Note, was an der nicht vollständigen Vergärung des Malzzuckers (Maltose) und Traubenzuckers (Glucose) des Ausgangsproduktes liegen dürfte. Gut verpackt ging’s damit dann zurück zur Bahnstation, wo ich auf einer Bank bei kurzzeitig durchgekommener Sonne die labbrigen Kartoffelstangen und den Fisch einer ersten Verkostung unterzog. Im Gegensatz zu den Pommes war der frittierte Bierteig des Kabeljaus angenehm knusprig und der Fisch hervorragend saftig. In Summe zwar sicherlich sehr fettig, aber bei einem AIDA-Urlaub ist das mit den Kalorien ohnehin so eine Sache… 😉

Traditionelle Fish&Chips in Tenterden

 

2013-03-30T00:01:27+00:00 / 2016-09-16T19:17:47+00:00 / Allgemein (Beratung)

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Letztes Update dieser Seite: 16. September 2016